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Mittwoch, 21. November 2012

offizieller Austritt aus dem Veganertum

War ich jemals denn drin? Ganz am Anfang glaube ich. So die erste 2 Jahren. Ziemlich schlimm sogar. Mittlerweile und mittlerweile auch zwischen Eiern und Milch steigt meine Abneigung gegen Veganer immer mehr. So gar so weit das ich mir denke, ich will mit diesem Volk nichts mehr zu tun haben. Allein diesen Gedanken find ich schon recht kritisch und erschreckend.
Es ist eigentlich noch fast zu früh zum bloggen. Aber _jetzt_ habe ich die Zeit dafür. Muss erst später zur Berufsschule. Und wenn ich jetzt nicht ein paar Worte finde, dann dauert es wieder 4 Wochen. Oh und dann ist ja schon kurz vor Weihnachten. Ne es wäre dann nächstes Jahr bis zum nächsten posting.

Also zurück zum Thema.
Keine Ahnung woher das kommt. Ob das schon immer so war oder nicht?! Es fällt mir nur im letzten halben/ dreiviertel Jahr immer häufiger auf:

Einer heiliger als der andere.

Na klar solche Leute gibt es immer. Aber es werden immer mehr. Besteht die Veganerszene bald nur noch aus eben solchen heilig vor sich hin glühenden Leuten? Wow. Nein danke. Ich bin ja eh kein Veganer wenn man es korrekt betrachtet. Nicht mal Vegetarier. Die Gelatine in der Torte macht alles zu nichte. Böse Gelatine.
Ich habe nie ein Geheimnis um das vegan-sein gemacht. Denn, je öfters es in den Ohren der Leute zu hören ist um so normaler wird der Veganer und der Veganismus im Kopf der Leute. So dachte ich bisher. Und bisher war auch alles im grünen Bereich. Bisher.
Mittlerweile bekomme ich selbst das blanke grauen wenn ich was von Veganern höre/ lese.

Und alles nur weil "wir" "normalos" nicht versuchen vom Veganpapst geheiligt zu werden. Wir ihr seht beginne ich, die im Grunde vegan lebt und das nicht erst seit gestern, mich abzugrenzen von "den Veganern". Herzlichen Glückwunsch. Ist es das was die Welt verändert? Irgendwie schlittern wir doch gerade gnadenlos am Ziel vorbei.

Die Palmöldiskussion ist mir ja die liebste. Und ich frage mich ernsthaft: tut ihr es wirklich oder tut ihr nur so?
Palmöl ist verschrien. Ein no-go Trend. Du kommst in die Veganer Hölle wenn Du Palmöl benutzt! Böse böse!
Selbstverständlich läuft bei der Palmölgewinnung ordentlich was schief. Aber auch hier gilt nach wie vor es ist nicht das Ende. Es gibt hundermillionen andere Dinge auf der Welt die auch schief laufen. Manches weniger manches genau so gewaltig. Aber Hauptsache man kann den Finger erheben und den anderen runterputzen das er nie so heilig vor sich hin leuchten darf.


Leckt mich!


Schlicht und ergreifend leckt mich!


Es ist lächerlich zu "wissen" das man Tiere tatsächlich rettet in dem Moment wo man zur Hafermilch greift statts zur Kuhmilch. Der ganze >> ich bin besser wie der Rest der Welt << tripp - leckt mich!


Der Welt wäre weitaus mehr geholfen mit etwas mehr Offenheit. Und vielleicht auch Gelassenheit. Was enorm schwierig ist bei einem so emotionalen Thema. Und noch dazu einem Thema wo es auch noch das Essen betrifft. Immerhin ist das einer der drei Grundlegenden Dinge die wir zum überleben brauchen.

Trotzdem

leben und leben lassen.
So einfach, so simple und dennoch so schwer.


Derzeit überschlagen sich die Berichte von Leuten die dann doch nichts mit dem Veganismus zu tun haben wollen, weil sie sonst eines auf den Deckel bekommen von den Vegan-Veganern. Ganz ehrlich. Verständlich. Wenn selbst ich "kein Bock mehr auf den Haufen" habe, warum sollten es dann Leute haben die sich ganz neu mit der Materie beschäftigen wollen?!



Needu echtnich...



Mein fazit: ich backe weiter mein eigenes Törtchen und lasse reden.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Warum redest du von "den Veganern" als wäre das eine homogene Truppe von militanten Selbstverherrlichern? Ist dir schon mal eingefallen, dass nur DIESE auffallen, weil sie sich ständig in den Vordergrund spielen? Die anderen Veganer, gegen die du wohl nichts hättest, brauchen sowas gar nicht - und aus dieser Abwesenheit in solchen Diskussionen scheinst du gleich an ihrer Existenz zu zweifeln. Das ist schlichtweg nicht zu Ende gedacht. Wie du selber so schön sagst "Leben und leben lassen". Das gilt konsequenterweise aber auch für andere Spezies als den Menschen.
Ich habe selber oft Probleme mit Leuten, die sich selber überidealisieren, das sind aber nicht nur Veganer. Ein Omnivorer aus meinem Bekanntenkreis entrüstet sich täglich über verschiedenste Belange (Produktionsbedingungen von Kleidungsriesen wie "ZARA", CO2-Ausstoß, dass Leute nicht für Wikipedia spenden wollen), obwohl ich noch nicht einmal gesehen habe, wie er ernsthaft etwas dagegen unternommen hätte. Das ist kein typisches Veganer-Problem, sondern ein Geltungsbedürftigkeit, die bei den meisten zu finden ist. Im Übrigen ist das auch eine sehr "deutsche" Sache. Hier ist es total gesellschaftsfähig, fast "in" und absolut üblich, kritisch zu sein und sich im ersten Schritt erstmal als Gutmensch darzustellen. Wird in der Politik doch so gut vorgelebt. Dazu kommt, dass wir schnell auf Verteidigung schalten. Ständig die Angst, dass einem als "Deutscher" (ich mag dieses Nationendenken absolut nicht, aber man kann nicht abstreiten, dass es eine nationale Identität gibt) etwas vorgeworfen wird, also lieber vorzeitig schon hochstapeln.
Mit einigen Punkten hast du absolut Recht. Oft trau ich mich als selbst vegan lebender Mensch nicht mehr, in veganen Foren/Gruppen etwas zu posten, weil sofort von allen Seiten Kritk kommt, ein Fehler wird immer gefunden, sei es auch völlig unabsichtlich..
Schade ist es allerdings, wenn man dann komplett vom "Veganertum" spricht. Das wird dem einfach nicht gerecht. Das sind Facebook-Veganer, die ihre Gerichte nicht herzeigen, weil sie lecker sind, sondern weil sie fehlerfrei sind. Aber es gibt so, so, so viele andere Menschen, die sich ebenfalls vegan ernähren und das nicht nötig haben..

parnold hat gesagt…

Kann meinem Vorposter nur zustimmen und möchte noch hinzufügen.

>Der Welt wäre weitaus mehr geholfen mit etwas mehr Offenheit. Und vielleicht auch Gelassenheit.
:) Vielleicht solltest du erstmal bei dir selber anfangen. Leckt mich zeugt nicht gerade von Gelassenheit. "Veganertum" ist keine Sekte wo du irgendwelche Regeln einhalten musst und ansonsten die Veganerpolizei kommt. Auch musst du nicht beitreten oder austreten oder sonst was. Entweder du ernährst dich so oder halt net. Wo ist das Problem? Wenn man aber in irgendwelche veganer Foren geht und dort herumposaunt das man Gelatine nimmt, muss man sich doch nicht über die Antworten wundern?!

Noch eins "leben und leben lassen" ist halt so lächerlich. Um es zu überspitzen, sagst du das auch noch wenn ich dein Nachbarn esse...

dusty hat gesagt…

Zum Vorposter: also ICH hab die Veganerpolizei schon getroffen. Nicht nur einmal. Und ich benuzte nicht mal Gelatine, ja selbst Palmöl meide ich, wo ich kann.
Und dennoch gehen mir die Heiligen unter den Veganern inzwischen unfassbar auf die Nerven.

Vorletzte Woche wurde ich Zeugin,wie ein regelrechter Shitstorm auf einen 17-jährigen veranstaltet wurde, der öffentlich hinterfragte, ob Palmöl denn nun wirklich so unvegan sei. Ich weiss nicht, wie es bei diesen offenbar sehr perfekten Menschen ist, die ihn da so niedermachten, ich zumindest war mit 17 noch fröhliche Omnivorin, die von Palmölproblematik, fairtrade etc.pp. noch nie gehört, geschweige denn sich Gedanken darüber gemacht hatte. Aber klar, lasst uns alle auf jemanden einprügeln, der in so jungem Alter schon so weit ist, denn es ist ja noch lange nicht genug.

Als ich kuerzlich wagte, oeffentlich im Tenor mit einigen anderen Kritik an einer Führungsperson der veganen Szene zu aeussern, wurde gar unterstellt, dass diese kritischen Stimmen gefaked und von nur einem einzigen "Gegner" lanciert seien. Sorry, aber da kann ich nur noch den Kopf schuetteln und fragen: Geht's noch?

Von daher: oh doch, das "Veganertum" verkommt immer mehr zu einer Sekte, wo man die Veganerpolzei auf den Hald gehetzt bekommt, sollte man auch nur mal falsch piep (oder einfach nur nicht Viep?) sagen. Und das schmeckt nicht nur einigen von uns nicht, das wirkt vor allem superabschreckend auf all jene, die sich dem Thema neu zuwenden. Keine gute Richtung und längst überfällig, es mal anzusprechen.

Anonym hat gesagt…

hallo,
mach's wegen dir, nicht für jemand anderes. manche menschen nerven - nicht nur veganer. was soll's. Niemand hat eine vegane lebensweise gepachtet.

viele leute die quatschen, tun in der zeit nichts sinnvolles und sind daher leicht zu erkennen und zu ignorieren.

mamavegana hat gesagt…

ich finds schade, einen so alten Begriff wie vegan den Vegan-Terroristen zu überlassen.

Für mich gibt es nichts Verbindenderes als den Veganismus, - man muss sich ja nur anschauen, wer alles mit von einem vegan gedeckten Tisch essen kann.

Ich weigere mich, mich von solchen Misanthropen ins Bockshorn jagen zu lassen und lebe meine Art heiter, frisch und fromm (hüstel) weiter vor mich hin. Und wer mich dabei stört, DER ist das Problem.

Nicht das Wort.

Ich bin vielleicht nicht vegan, aber ich versuche, vegan zu leben. Soweit ICH es hin bekomme. Mir hilft die Verwendung dieses sehr wohl und sehr freundlich von seinem Schöpfer definierten Wortes, kurz und knapp andere davon zu informieren, was das ZIEL einer veganen Lebensweise ist. Was müsste ich sonst noch zusätzlich alles labern :D

Vielleicht müssen wir einfach mal lernen, uns vom Schubladendenken freizumachen. Denn das ist meiner Meinung nach das echte Problem. Schubladen sind eng, also muss man von Zeit zu Zeit aussortieren, - also machen wir mal die Schubladenzulassung direkt mal ne Spur harscher. Und als Löffel WILL ich nun mal NUR mit nem Löffel in der Schublade liegen *kreisch* gabeln und Messer kommen mir hier nicht rein!!!! Ist doch kein echtes Besteck, guck dir das doch mal an!!!!

Ich versuche mich dementsprechend vom Schubladendenken zu befreien. Mit einer Ausnahme. Die Schublade für Arschlöcher, die behalte ich. Und die kriegt ein Schloss verpasst, damit da mal bloß keiner mehr rauskommt mich zu nerven ;)))

Und ja, da gibt es doch tatsächlich auch so manchen Veganer dabei, denn ja, die Veganpolizei, den Veganheiland (in verschiedenen Ausführungen, denn so BUNT ist der Veganismus *lach*), den veganen Terror Verbreiter, die gibt es alle wirklich (neben den Dumpfveganern, aber die sind nur nervig, die anderen davor hingegen....), egal wie sehr das gerne wegdiskutiert werden mag (denn diskutieren, das können wir Veganer gut, - haben ja auch sonst nix zu tun, vermute ich mal?). Nun ja, ich gönne mir den Luxus und lehne individuell ab. Aber nicht das Wort. Denn das kann ja nix für die Spinner, die sich damit schmücken (sieht man ja bei den ganzen Christen, die so auf der Welt rumhassen...).

parnold hat gesagt…

@dusty
Ich versteh diese Argumentation nicht. Man macht es halt wie mit jedem selbsternannten Vorstadtsheriff und ignoriert ihn. Zwingt irgendwer dich diesen Quatsch zu lesen oder anzuhören? Führungsperson? Wenn du anscheinen jemanden als solche siehst, dann ist das dein Problem aber nicht die der veganen Idee.
Wenn ich Hobbypsychologe spielen müsste, würde ich sagen, dass ihr es allen recht machen wollt.

WildeKatze hat gesagt…

Es gibt überall Menschen, die einem das Leben schwer machen wollen, aber auch ich sehe kein "Veganertum" oder den Veganer an sich, sie sind so vielfältig wie das Leben und ich finde es schade, dass du dich dadurch ärgern lässt, aber ich kann dich verstehen :-) Ich wünsche dir, dass du deinen eigenen Weg findest und du bist niemandem Rechenschaft schuldig, nur dir selbst :-)
Alles Liebe <3
Katha

Sookie hat gesagt…

bin gerade zur Tür reingekommen. Selbstverständlich lass ich mir nicht reinreden. Daher auch der Satz ich backe mein eigenes Törtchen. In der Hinsicht mach ich mir da keine Sorgen *lach*

Aber ganz wichtig, noch mal zum unterstreichen. Es gibt Veganer und Veganer. In diesem posting ging es ausschließlich um Vegan-Veganer die heiliger sind als Heilig und Veganertum und Veganismus sind so gesehen auch zweierlei paar Schuhe.

Gelesen klingt mit Sicherheit vieles anders als ich es meine.

So und jetzt erst mal was kochen :D

Mal sehen was sich hier noch für Kommentare auftun *gespannt verfolgt*

aurora jewelry hat gesagt…

Liebe Sookie :)

genau das ist der Grund, warum ich schon im facebook nur noch in meiner regionalen Veggies Gruppe mitlese.
Für manche Dinge die einige Veganer im Netz so von sich geben könnte ich mich in Grund und Boden schämen.
Leute wie Attila Hildmann versuchen den Veganismus einem breiten Publikum näher zu bringen. Das junge Image, die Offenheit und das Fehlen des erhobenen Zeigefingers..... das sind die Dinge die es braucht um den Großteil der Menschen zu überzeugen. Zu meinen Omni-Zeiten habe ich die Straße gewechselt wenn ich einen Infostand mit Megafonen und FLEISCH IST MORD Parolen gesehen habe. Ehrlich....sowas schreckt doch nur ab.
Ich find den Ego-Trip von Attila furchtbar und habe es endlich geschafft, dass diese tägliche Flut an Muskel-Proll-Narzissmus-Bilder nicht mehr auf meiner facebook Hauptseite erscheint. Aber TROTZDEM schafft er es in jedem Interview, jedem Fernsehbericht und jeder Kochshow dermaßen sympathisch rüberzukommen, dass ich mir als Omni auch denken würde "hey, dieser Veganer ist echt gut drauf und das Rezept sieht lecker aus - probier ich mal aus"

Aber ich bin für die Tiere, die Umwelt und mich vegan und ziehe meine eigenen Grenzen. Ich habe viele Veganer im Freundes- und Bekanntenkreis und die wenigsten davon sind radikal. Der "Elite" gehe ich aus dem Weg und versuche gar keine Situationen aufkommen zu lassen in denen ich mich rechtfertigen muss, warum ich denn meine geliebte Samba Dark mit Palmölanteil kaufe.
Die Diskussionen diesbezüglich sind immer großartig. Die laufen eigentlich immer darauf hinaus dass irgendwer sagt "Du bist ein schlechter Mensch weil du Palmöl verwendest...ergo: Ich bin besser als du"

Zu der Gelatine Sache....Kritik diesbezüglich kann ich verstehen, denn die hat in einer veganen Torte einfach nichts verloren. Wie du sagst, die wär dann nicht mal vegetarisch.

Ich kann mir Fairtrade Schokolade leisten, da ich maximal 1 Tafel Schokolade im Monat brauche und mehr für mich Luxus ist. Ich kaufe Fairtrade Kaffee, weil es auch hier ein paar Euro Unterschied im Monat sind. Aber ich kann mir keine Fairtrade Kleidung leisten. Bin ich deshalb ein schlechterer Mensch? Oder deshalb, weil ich Kaffee aus konventionellem Anbau nicht boykottiere, wenn mich wer einlädt?

Ich kann deinen Groll gut verstehen liebe sookie, aber denk dran warum du vegan bist und leb deiner Umwelt diesen positiven Veganismus vor. Den gibt es nämlich ;)
Aber es wär ja Fad, wenn in Foren nicht ein Shitstorm dem nächsten folgen würde, oder? Sich anderen Leuten überlegen zu fühlen ist für viele Menschen einfach enorm wichtig - egal ob Omni oder Veganer ;)

Gönn dir ein Gläschen Rotwein mit mir ;) (*ooops*, den hat mir meine Mom geschenkt und ich weiß nicht ob der vegan ist....am besten kipp ich den schnell weg, damit mir mein Veganer-Titel nicht genommen wird *sarkasmus off*)

dusty hat gesagt…

@parnold:
Du koenntest kaum mehr daneben liegen. Ich habe absolut gar kein Problem damit, wenn ich es nicht jedem recht mache, ganz im Gegenteil: manchmal bin ich wirklich gern unbequem. Und ich glaube Sookie gut genug zu kennen, um sie sehr aehnlich einzuschaetzen.

Hier geht es nicht darum, dass jemand von uns den Veganismus an den Nagel haengen will. Was uns ankotzt, sind die Veganer mit der grauenhaften Aussenwirkung. Missionare, Heilige, Heilsbringer... Nein, ich akzeptiere diese selbsternannten "Fuehrungspersonen" ohnehin nicht, ich hab schon immer gern mein eigenes Ding gemacht. Allerdings hab ich auch echt keine Lust drauf, mich sofort von einer ellenlangen Liste von Personen und/oder Organisationen distanzieren zu muessen, wenn ich mich als vegan oute. Denn nein, ich habe keine Lust, mit PETA, Achim Stoesser, Dahlke oder gewissen Leuten in der VGD in einen Topf geworfen zu werden - just dies passiert aber, da diese Leute das Bild des Veganers in der Oeffentlichkeit ganz wesentlich bestimmen. Inzwischen kommt noch eine lange Liste mit Facebook-Bessermenschen dazu - und nein, gerade WEIL ich es nicht jedem recht machen will, ist es an der Zeit, sich klar von dieser Form des "Veganertums" abzugrenzen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger tun Sookie und auch ich hier. :)

parnold hat gesagt…

@dusty
Ich kann es immer noch nicht nachvollziehen?
Nochmal, wenn man sich Vegan ernährt ist man kein Mitglied einer Vereinigung und muss sich auch nicht von vermeintlichen Mitgliedern distanzieren. Klar gruppieren sich Leute mit ähnlichen Interessen zu Gemeinschaften aber das ist doch völlig unverbindlich. Wenn dich jemand ankotzt, kannst du ihn doch ignorieren. Alles andere macht den nur noch bekannter. Z.B. kannte ich keinen Achim Stoesser oder VGD.
Im Endeffekt führen solche Grabenkriege zu nichts und ich distanziere mich hiermit von euch ;)

Anonym hat gesagt…

Ich bekomme auch immer wieder von diesen ganzen scheiss Hipstern ihre arrogante Gutmenscherei vorgeheult, weil mir Fairtrade und Öko relativ egal sind. Bei mir gilt nur: kein Tierleid und fertig.

Ich bin Veganerin wegen der Tiere, nicht weil ich Minderwertigkeitskomplexe habe die ich an anderen rauslasse.

Gut, aber die Gelatine in den Torten würd ich an Deiner Stelle echt mal weglassen. Da wäre ich ehrlich gesagt auch angekotzt, wenn ich ein veganes Rezept erwarte und dann Gelatine drinsteht!

Nimm Agar-Agar bzw Agartine, ist zwar teurer aber aus Algen!

Hesting hat gesagt…

Vielleicht solltest Du es einfach wie "Alice im kulinarischen Wunderland" halten. (Die übrigens letztens auch arge Schelte bekommen hat, rat mal warum ...)
Bitte nimm das alles nicht so ernst. Wie sollst Du denn jetzt - als Azubine im Bäckerhandwerk - um "unveganes" Backen herumkommen? Erst wenn man weiß, was man haben will, kann man an einem bestehenden Rezept schrauben. Vegan backen wird eine Nische bleiben, was aber nicht heißt, daß es keine Nachfrage danach gibt! Gerade im Hinblick auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten (und evtl. daran hängenden Zivilisationskrankheiten) ist doch das Wissen von Leuten, die ohne Einsatz "kritischer" Lebensmittel leckere Sachen kochen oder backen können, unheimlich viel wert! Bitte laß Dich nicht kirre machen, Deine Arbeit der letzten 2 Jahre hatte doch Sinn und einen Grund!

Alles Liebe!

dusty hat gesagt…

@Anonym: Sookie macht eine Ausbildung zur Konditorin (nicht zur Bäckerin. Bittääää, das ist ein Unterschied! ;)), ihr Chef wird ihr was husten, wenn sie die Rezepturen verändert. Privat oder eben später mal im eigenen Laden nutzt sie die Gelatine ja nicht, aber was sie für die Ausbildung BRAUCHT, steht nun mal auf einem anderen Blatt.

Anonym hat gesagt…

Hallo Zuckerhäuslerin,
ab und zu lese ich hier und bewundere es, wie du dich so tapfer schlägst beim (veganen) Konditorn. Ich verstehe deinen Unmut sehr gut. Manche VeganerInnen tun, als könnten sie "rein" leben, weil sie vegan sind. Aber es gibt noch andere wichitge Themen. Lieber Leute ermutigen, überhaupt erst mal mit einer Sache beginnen, vegetarisch leben, Fahrrad fahren oder sich ehrenamtlich engagieren... Das bringt mehr als jemanden runterzumachen, nur weil sie oder er in einer Sache nicht 100%ig perfekt sind. Viel Erfolg weiterhin! Lupine (erinnerst du dich, hab früher oft bei vegan.de gepostet...)

Anonym hat gesagt…

die meisten veganer die ich kennenlernen durfte, sind ein intolerantes und faschistisches völkchen, welche sich weniger mit anderen befassen sollten sondern mit ihrem eigenen lebensstil. ihre minderwertigkeitskomplexe anderen aufzuzwingen ist lächerlich.
Da fangen sie an wie manche religionsgemeinschaften vom einem "gott" zu predigen, anstatt andere interpretation oder menschen gewähren zu lassen. einfach lächerlich und traurig!

Anonym hat gesagt…

Attila bist du es?

Anonym hat gesagt…

nein, ich bin Arno Nyhme.

Anonym hat gesagt…

Du lässt den Veganismus sausen weil dir ein paar Leute nicht passen die zu laut schreien?
Das ist so schade. Ich lese deinen Blog schon ganz lange und habe immer drauf gewartet dass du deine vegane Superkonditorei hast :(
Veganterroristen, Veganpolizei...ist doch alles Blödsinn. Vor allem online wo sich Menschen einfacher hinter ihrem Nick verstecken können. Da geht es leider oft aggressiver zu als im echten Leben.
Wenn du den Veganismus wegen doofen Leuten aufgibst was hast du dann davon?
Das macht mich so traurig, vegane Ernährung ist für mich selbstverständlich und es tut mir immer leid wenn jemand diese Lebenseinstellung aufgibt weil er schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat. :(

Aber vielleicht fall ich auch schon in die "Veganpolizei" Gruppe weil ich es falsch finde tierische Produkte zu konsumieren. Das reicht bestimmt manchem schon aus um mich zum Gutmensch abzustempeln.

Trotzdem schade um die (garantiert weltberühmt gewordene) Konditorei :(

LG Ammoniak

Sookie hat gesagt…

Nicht traurig sein :D
Ich lebe nach wie vor vegan und das (vegane) Zucker.Haus ist immer noch auf der to do Liste. Ich lasse mich von _so was_ nicht unterkriegen. Da muss es schon schlimmeres aufkommen und selbst dann. Das ist das Unkraut in mir *lach*

Im Moment steh ich in der Küche und mache leckere vegane Plätzchen ;)


Was den post betrifft. So möchte ich mich einfach offiziell von den Vegan-Veganen (stichwort Religion) distanzieren. :D